| Jahr-Buch 1738 | Arnoldus Liberius 1738 | Ranfft 1738 | 'Zedler' 1744 |
| Weil zu vermuthen war, daß die Juden diesen gehenckten heimlich vom Galgen wieder herunter thun würden, ... (Jahr-Buch, S. 244, Z. 5-7) | -> | -> | ... weil man besorgte es möchten die Juden seinen Cörper heimlich wegzubringen suchen. (Sp. 165, Z. 16-18) |
| ... so wurde dermalen dieser Kefig, welcher sechs Schuh hoch war, gemacht; ... (Jahr-Buch, S. 244, Z. 8-9) | -> | 2) Es ist das gedachte Gegitter oder Kefig 6. Schuh hoch gewesen, ... (S. 104, Z. 12-13) | Es ist aber das gedachte Gitter oder Kefig 6 Schuh hoch gewesen, ... (Sp. 165, Z. 18-20) |
| ... der eiserne Galgen stunde aber schon seit tausend fünf hundert sieben und neunzig, und ließ damals der Hertzog Friedrich einen betrügerischen Goldmacher, Nahmens Honauer daran knüpffen. (Jahr-Buch, S. 244, Z. 9-14) | Der Galgen wurde schon im Jahr 1597. für einen sich ausgegebenen Goldmacher und Ertz=Betrüger, Namens Georg Honauer, erbauet, welcher auch zu Zeiten des Durchlauchtigsten Hertzogs Friderici, den 12. April besagten Jahres mit Flitter-Golde würcklich daran aufgehencket worden. [...] Die Leiter zu dem Galgen war 48 Schuh lang, mithin kann man sich einbilden, daß er ziemlich hoch gewesen sein müsse. [...] (S. 109, Z. 11-21) | 3) ... der eiserne Galgen aber ist A. 1597. gemacht worden, als man zu Hertzogs Friderici Zeiten den Goldmacher Honauer mit Flitter=Golde aufgehencket. Die Leiter zu dem Galgen war 48. Schuh lang, woraus man sich einiger massen die Höhe des Galgens vorstellen kan. (S. 104, Z. 13-19) | ... und der eiserne Galgen, der 1597 gemacht worden, als man zu Hertzog Friedrichs Zeiten den Goldmacher Honauer mit Flitter-Golde daran henckte, muß sehr hoch gewesen seyn, weil die Leiter, auf welcher Süß hinauf gezogen worden 48 Schuh lang gewesen ist. (Sp. 165, Z. 20-25) |
| -> | Der Zulauff des Volcks war unbeschreiblich groß, indem nicht nur die Stadt= und Land=Leute aus allen benachbarten Oertern, sondern auch viel Fremde aus entlegenen Städten, als Zuschauer zugegen waren. (S. 106, Z. 8-12) | 1) Der Zulauff des Volcks ist unbeschreiblich groß gewesen, indem nicht nur die Stadt= und Land=Leute aus allen benachbarten Orten, sondern auch viele Fremde aus entlegenen Städten als Zuschauer zugegen gewesen. (S. 104, Z. 8-12) | Ob nun gleich der Zulauf des Volcks bey dieser Hinrichtung des Juden, unbeschreiblich gewesen; ... (Sp. 165, Z. 25-27) |
| -> | Von welcher unsäglich andringenden Menge Volcks aber dem Maleficanten weder einige Schmach=Reden, viel weniger thätliche Insultationen widerfahren, noch auch die geringste Unordnung oder Unglück bey dieser ganz ausserordentlichen Execution vorgegangen. (S. 106, Z. 12-17) | 4) Ubrigens hat man nicht gehöret, daß dem Juden bey seiner Hinausführung von dem unzehlig herzudringenden Volcke einige Schmach=Reden wie vormals, da man ihn gefangen gesetzt, vielweniger thätliche Beleidigungen zugefüget worden; wie man denn überhaupt die guten Anstalten bey dieser Execution gar sehr gerühmet hat. (S. 104) | ... so hat man doch nicht gehöret, daß er von dem unzählig herzu dringenden Volcke einige Schmach-Reden, vielweniger thätliche Beleidigungen, wie vormahls, da man ihn gefangen gesetzt, hätte ausstehen dürffen. Und es verdienen die guten Anstalten, bey dieser Execution allerdings gerühmet zu werden. (Sp. 165, Z. 27-33) |