WERBUNG Zeitungen

WERBUNG Zeitschriften zur Tagespolitik



Umfrageergebnisse (Forsa) vom 18. März 2003 (Sonntagsfrage: Wie würden Sie wählen, wenn nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?). Grafik von © Dr. Andreas Hahn.


Zur Startseite




Hinweis: Am 22. September 2002 wurde - für viele überraschend - die rot-grüne Bundesregierung mit sehr knapper Mehrheit wiedergewählt. Die neugewählte Bundesregierung mußte jedoch eine große Zahl unpopulärer Maßnahmen verkünden (z.B. wurden wegen der 2002 herrschenden Rezession und der damit verbundenen Steuerausfälle Steuererhöhungen notwendig). Folge davon war, daß die rot-grüne Koalition bereits im Monat ihrer erneuten Machtübernahme in den Umfragen sensationell abstürzte. Nutznießerin dieser Entwicklung war die Union (Dazu die Forsa-Umfrage vom 20. November 2002; vergleichbare Umfrageergebnisse aus den Ländern (z.B. Saarland (29. Nov. 2002), Hessen (6. Dez. 2002), Niedersachsen (6. Dez. 2002)) liegen vor.). Die Union versuchten deswegen zum Jahresende 2002, Neuwahlen zu erzwingen, mit der Begründung, daß die neuen Steuererhöhungen als Wahlbetrug zu werten seien. Nachdem dies aber nicht gelang, konzentrierte sich die Union auf die Wahlkämpfe des Frühjahrs 2003, in welchen sie triumphieren konnte (Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen vom 2. Februar 2003, Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein vom 2. März 2003). Erst im April 2003 begann sich das Umfragehoch für die Union abzuschwächen (Sonntagsfrage Bund vom 1. April 2003, Kanzlerfrage [Schröder vs. Merkel] vom 4. April 2003.), beharrte aber noch lange auf hohem Niveau. V.i.S.d.P.: Alexander Eggert (5. April 2003).

Hinweis: Die FDP hatte bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 zwar an Stimmen hinzugewinnen, erreichte aber die eigenen Ziele dieser Bundestagswahl nicht. Der Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der FDP, Jürgen Möllemann, hatte vor der Wahl mit seinen sogenannten kalkulierten Tabubrüchen in der FDP eine Antisemitismusdebatte ins Rollen gebracht, welche auf die liberale Stammwählerschaft abschreckend gewirkt hatte. Schlußpunkt dieser kalkulierten Tabubrüche war ein Faltblatt israelkritischen Inhalts, welches eine Woche vor der Wahl in Westdeutschland in mehrtausendfacher Auflage in Umlauf gekommen war, und auf welches das schlechte Abschneiden der FDP in der Bundestagswahl zurückgeführt wurde. Der Vorstand der FDP forderte noch am Wahlabend Jürgen Möllemann auf, von seinen Parteiämtern zurückzutreten. Als dann im November 2002 bekannt wurde, daß das besagte israelkritische Faltblatt mittels dubioser Bargeldspenden vermutlich arabischer Herkunft finanziert worden war, forderten führende FDP-Mitglieder dem Parteiausschuß Möllemanns. Viele hielten für denkbar, daß Möllemann nach dem Vorbild des Niederländers Pim Fortuyn (Fortuijn) eine eigene Partei gründen könnte. - Die FDP verkraftete den Skandal um Jürgen Möllemann schlecht: Sie stürzte nach der Bundestagswahl in den Umfragen (Sonntagsfrage: Wen würden Sie wählen, wenn nächsten Sonntag Bundestagswahlen währen?) auf Werte von teilweise unter fünf Prozent ab. Nutznießerin dieser Entwicklung war die Union (Dazu die Forsa-Umfrage vom 20. November 2002; vergleichbare Umfrageergebnisse aus den Ländern (z.B. Saarland (29. Nov. 2002), Hessen (6. Dez. 2002), Niedersachsen (6. Dez. 2002)) liegen vor.). V.i.S.d.P.: Alexander Eggert (8. Dezember 2002).




Zum Vergleich:

Stg Links zur Sonntagsfrage.
(Wie würden Sie wählen, wenn nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?)






© Dr. Andreas Hahn.
Programmierung Alexander Eggert.
Aktualisiert im April 2003.


Sie sind in diesem Monat Besucher Nr.

Nochmals herzlich Willkommen auf dieser Seite!